FamiCord fördert den wissenschaftlichen Dialog über Zelltherapien auf der EACD 2026
Die FamiCord Group nahm an der 38. Jahrestagung der European Academy of Childhood-onset Disability (EACD) teil, die vom 3. bis 6. Juni 2026 in Galway (Irland) stattfand. Damit bekräftigte das Unternehmen sein langfristiges Engagement für die Weiterentwicklung der evidenzbasierten regenerativen Medizin sowie für die Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit im Bereich der pädiatrischen Neurologie.
Als Europas führender wissenschaftlicher Kongress für Erkrankungen und Behinderungen mit Beginn im Kindesalter brachte die EACD 2026 Ärztinnen und Ärzte, Forschende sowie weitere medizinische Fachkräfte aus aller Welt zusammen. Im Mittelpunkt standen die neuesten Entwicklungen in Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen bei Kindern. Das wissenschaftliche Programm spiegelte das wachsende internationale Interesse an regenerativen Therapien wider und umfasste unter anderem Sitzungen zur Rolle von Nabelschnurblut und aus perinatalem Gewebe gewonnenen Zelltherapien bei Zerebralparese.
FamiCord Industry Symposium
Im Rahmen des Kongresses veranstaltete FamiCord ein Industry Symposium mit dem Titel „Status von aus perinatalem Gewebe gewonnenen Stammzellen bei Zerebralparese – Herausforderungen und Chancen“, moderiert von Professor Marcin Bonikowski.
Als Referenten wirkten die international anerkannten Experten Professor Iona Novak (Cerebral Palsy Alliance, Australien) und Professor Jeroen Vermeulen (Maastricht University Medical Center, Niederlande). Sie gaben einen Überblick über den aktuellen Stand der klinischen Evidenz zur Anwendung von Nabelschnurblut und mesenchymalen Stromazellen (MSCs) bei Zerebralparese. Beide betonten das vielversprechende Sicherheitsprofil zellbasierter Therapien und unterstrichen gleichzeitig die Notwendigkeit weiterer hochwertiger klinischer Studien, um die wissenschaftliche Evidenz zu stärken und den Weg für eine breitere klinische Anwendung zu ebnen.
Vorstellung neuer klinischer Daten
Gemeinsam mit dem Universitäts-Kinderkrankenhaus Lublin präsentierte FamiCord zudem das wissenschaftliche Poster „Mesenchymal Stem Cell Therapy Improves Motor Function in Children with Cerebral Palsy: Preliminary Independent Observations“.
Vorgestellt wurden erste klinische Beobachtungen von Kindern, die mit unter GMP-Bedingungen hergestellten mesenchymalen Stromazellen behandelt wurden. Diese wurden als Arzneimittel für neuartige Therapien (Advanced Therapy Medicinal Product, ATMP) im Rahmen des Hospital-Exemption-Verfahrens hergestellt. Ein besonderer Aspekt der Studie war, dass die Behandlungsergebnisse unabhängig von einem anderen klinischen Zentrum als der behandelnden Einrichtung bewertet wurden, was den wissenschaftlichen Wert der präsentierten Daten zusätzlich erhöhte. Die vorläufigen Ergebnisse zeigten bei der Mehrzahl der untersuchten Patientinnen und Patienten Verbesserungen der motorischen Funktion auf Basis standardisierter neurologischer Bewertungsskalen.
Evidenzbasierte regenerative Medizin weiter voranbringen
Die EACD 2026 bestätigte das stetig wachsende wissenschaftliche Interesse an regenerativen Therapien für neurologische Erkrankungen. Im Verlauf des Kongresses diskutierten Expertinnen und Experten die biologischen Grundlagen zellbasierter Therapien, die Rolle neuroinflammatorischer Prozesse bei Zerebralparese, die positiven Sicherheitsdaten aus klinischen Studien sowie den Bedarf an weiteren Phase-III-Studien, um zukünftige Behandlungsstandards zu etablieren.
„Wissenschaftlicher Fortschritt basiert auf Zusammenarbeit, belastbarer klinischer Evidenz und einem offenen wissenschaftlichen Dialog. Die EACD bietet eine einzigartige Plattform für den Austausch mit führenden Expertinnen und Experten aus der pädiatrischen Neurologie und der regenerativen Medizin. Wir bei FamiCord sind stolz darauf, nicht nur durch wissenschaftliche Forschung und klinische Kooperationen einen Beitrag zu leisten, sondern auch den Dialog zu fördern, der dazu beiträgt, vielversprechende wissenschaftliche Erkenntnisse in zukünftige Therapieoptionen für Patientinnen und Patienten zu überführen“, sagte Tomasz Baran, Chief Medical Officer der FamiCord Group.
Mehr als eine Stammzellbank
Die Teilnahme an der EACD 2026 unterstreicht die langfristige Strategie der FamiCord Group, die Entwicklung innovativer Zelltherapien durch wissenschaftliche Partnerschaften, translationale Forschung und GMP-konforme Herstellungsprozesse aktiv voranzutreiben.
Mit der Organisation eines internationalen wissenschaftlichen Symposiums, der Präsentation eigener klinischer Daten und der aktiven Beteiligung an Diskussionen über die Zukunft der regenerativen Medizin stärkt FamiCord seine Position als mehr als eine Stammzellbank – als verlässlicher Partner bei der Entwicklung von Arzneimitteln für neuartige Therapien (ATMPs) und innovativen zellbasierten Behandlungskonzepten.